Australien
Der Streit darüber ist immer noch nicht beendet, ob Australien der kleinste Kontinent oder die größte Insel der Erde ist. Schon nach einer Tagesreise empfindet der Besucher die wahrhaft kontinentale Weite des Landes. Wenn aber die Australier selbst auf Auslandsreise gehen, zeigen sie alle Anzeichen eines Inselvolkes. Rau und herzlich, hilfsbereit und selbstbewusst- Pioniertugenden, die in der langen Isolation entstanden sind.
Kurz hinter der Küste öffnet sich ein riesiges rohstoffreiches Hinterland, das neben Braunkohle, Öl und verschiedensten Metallen vor allem eines aufweist: Gold.
In der Kultur der Ureinwohner ist heute noch vieles lebendig, was auf die Zeiten verweist, als es noch eine Landverbindung zu Südostasien gab, über die- vermutlich kurz nach der Eiszeit- die Aborigines nach Australien gelangten. Heute halten staatliche Stellen ihre schützende Hand über die Kultur der Ureinwohner.
Auch die landschaftlichen Einzigartigkeiten, wie sie etwa der Uluru- Nationalpark birgt, werden gewissenhaft bewahrt; wenn gleich auch gelegentlich die Interessen von Naturschutz und Wirtschaft lautstark aufeinander prallen.
Uluru- dass ist das Wort der Eingeborenen für den 940 Meter hohen und zweieinhalb Kilometer breiten Stein, der als Ayers Rock so untrennbar mit Australien verknüpft ist wie das Bild der Oper von Sydney. Auch die wüstenhaften Weiten, das Outback, in denen nicht einmal Spinifex, das Büschelgras der Steppen, wächst, sind zwar ein immenser, aber auch nur ein Teil des Landes. Da gibt es den tropischen Norden, üppig- grünes Farmland in der Nähe von Perth und das Great Barrier Reef.
Dieses großartige Korallenriff vor der Küste ist allerdings nur empfehlenswert außerhalb der Ferienzeit. Schon man einer ist vor dem Schwarm der Schulkinder und ihrem Lärm in die Atherton Table Lands geflohen. Das ist Pionierland pur.
Wer den scheuen Koalabär und das eigenartige Känguru nicht in freier Natur entdeckt, dem sei ein Besuch im weitläufigen Zoo von Brisbane empfohlen.
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